Symposium “Orgelkultur – Nachwuchs, Vermittlung, Zukunft”

Konzerte

9.4. Wandelkonzert in Stade

Wandelkonzert in Stade

Am Dienstag, den 9. April findet in den Stader Altstadtkirchen ein öffentliches Wandelkonzert statt: Um 19.30 Uhr eröffnet Martin Böcker in St. Cosmae an der Huß/Schnitger Orgel (1675) mit einem Dialog von Vogelstimmen und Orgel. Anschließend  entführen Lydia Pacevicius und Veit-Jacob Walter mit Flöte und Organetto ins Frankreich des ausgehenden 14. Jahrhunderts.

In St. Wilhadi führt Hauke Ramm mit barocken Klängen an die Erasmus-Bielfeldt-Orgel (1736). Den Abschluss bildet das Duo A&O mit Eva Zöllner und Kerstin Petersen in der ungewöhnlichen Kombination von Akkordeon und Orgel – dann an der neuen Chororgel von Jens Steinhoff, 2019. Unkonventionell und feinsinnig knüpfen die Musikerinnen Verbindungen zwischen alter und neu komponierter Musik. Im Zusammenspiel werden beide Instrumente neu ausgelotet – Akkordeon und Orgel verschmelzen zu einem einzigartigen Klangkörper.

Martin Böcker

Organist in Stade, Kreiskantor, Prof. an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Künstlerischer Leiter der Orgelakademie Stade

Martin Böcker studierte in Herford Kirchenmusik (A-Examen) und in Arnhem/NL historische Tasteninstrumente. Seit 1987 ist er Kantor in Stade und Organist an den beiden historischen Orgeln. Neben den Stader Aufgaben ist er seit 1995 Orgelsachverständiger in der Elberegion Niedersachsens und seit Gründung der Orgelakademie Stade 2002 deren künstlerischer Leiter. Als Professor lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation und Orgelbaukunde. Er gab Konzerte in vielen Ländern West- und Osteuropas, Japan und Korea und war als Kursleiter und Juror an vielen Orten tätig.

Lydia Pacevicius

freischaffende Flötistin Schweiz/Frankreich

Lydia Pacevicius, geboren in Strasbourg, studierte Blockflöte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Conrad Steinmann und Katharina Bopp und am CNSM Lyon bei Pierre Hamon, bevor sie sich in einem Ergänzungsstudium, ebenfalls an der Schola Cantorum Basiliensis, bei Corina Marti weiter im Bereich Mittelalter spezialisierte. Konzerte führten sie in verschiedene europäische Länder, u.a. auch zu spannenden Crossover-Projekten wie „Los passos perdidos” mit Pierre Hamon oder „Terra incongnita” im Bahnhof für Neue Musik „Gare du Nord” Basel. Verschiedene CD-Aufnahmen entstanden mit „Le Tourdion” (Renaissance-Musik) und „Los Biganos” (Musik aus dem Mittelmeer-Raum). Sie war Stipendiatin der Musik-Akademie Basel und ist neben ihrer Konzerttätigkeit auch als Pädagogin gefragt.

Veit-Jacob Walter

freischaffender Cembalist und Organist in Cuxhaven

Veit-Jacob Walter konzertierte als Cembalist und Organist in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und dem Libanon mit Programm von der Notre-Dame-Schule bis zu zeitgenössischen Werken. Der Gewinner zahlreicher Preise, wie dem Concours artistique d’Épinal und dem Händelwettbewerb Karlsruhe/Baden studierte Orgel und Komposition in Freiburg (Martin Schmeding), Hannover (Tobias Lindner), Berlin und Regensburg. 2014 begann er sein Cembalostudium an der Bruckneruniversität Linz bei Jörg Halubek, sowie 2016 Studien im Fach Mittelalterliche Tasteninstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis bei Corina Marti und Crawford Young. Beides schloss er mit Auszeichnung ab. Seit Herbst 2018 hat er eine Gastdozentur für Cembalo und historischer Musiktheorie an der Université Antonine Beirut inne.

www.museum-musicum.de

Hauke Ramm

Kirchenmusikdirektor in Stade

Seit 2002 Kirchenmusikdirektor an St. Wilhadi, Stade, und somit Organist an der Erasmus Bielfeldt-Orgel von 1736. Er leitet die kantorale Arbeit der beiden Stadtkirchen. Der Fachberatungsbezirk, den er als Kirchenmusikdirektor betreut, umfasst sieben Kirchenkreise im Elbe-Weser-Raum, einer der weltweit bedeutendsten Orgellandschaften. Als Organist konzertierte Hauke Ramm in zahlreichen europäischen Ländern und wirkte zudem an mehreren CD-Produktionen und Rundfunkmitschnitten (NDR, Deutschlandradio Kultur) mit.

www.kirchenmusikstade.de

Duo A&O

Die Akkordeonistin Eva Zöllner und die Organistin Kerstin Petersen treten seit 2009 gemeinsam als Duo A&O auf. Im In- und Ausland präsentieren sie die expressiven, vielfarbigen Klangmöglichkeiten ihrer beiden “Blasinstrumente”. Unkonventionell und feinsinnig knüpfen sie in ihren Konzertprogrammen Verbindungen zwischen alter und neu komponierter Musik. Im Zusammenspiel werden beide Instrumente neu ausgelotet – Akkordeon und Orgel verschmelzen zu einem einzigartigen Klangkörper, einem gigantischen Windinstrument, das in Kirche und Konzertsaal aufhorchen lässt.

Kerstin Petersen
Konzertorganistin, Kirchenmusikerin und Orgelpädagogin

Kerstin Petersen ist freischaffende Konzertorganistin. In Hamburg lebend konzertiert sie international als Solistin, in neuen kammermusikalischen Formationen sowie gemeinsam mit Chor und Orchester. Wichtige Schwerpunkte bilden das kirchenmusikalische Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts, Werke jüdischer und verfemter KomponistInnen sowie Pedalsoli. Kerstin Petersen ist Widmungsträgerin zahlreicher Orgelkompositionen, sie erschließt als Interpretin und Pädagogin neue Facetten und Spielweisen der “Königin der Instrumente”.

www.kerstin-petersen.org

Eva Zöllner
freischaffender Akkordeonistin

Eva Zöllner studierte klassisches Akkordeon in Köln und Kopenhagen. Sie zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation und widmet sich mit großem Engagement der zeitgenössischen Musik. Als international gefragte Künstlerin präsentiert sie weltweit Projekte, die von der experimentellen Solo-Performance bis hin zur Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern reichen. Eva Zöllner lebt im Westerwald und nomadisch auf der Reise, um ihr Instrument in unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen zu erkunden.

www.eva-zoellner.de

10.4. Orgelkonzert in Oederquart

Orgelkonzert in St. Johannis Oederquart am 10.4.

Am Mittwoch, den 10. April um 20 Uhr gestalten Johanna Veit, David Thomas und Tim Hofmann ein festliches Konzert mit norddeutscher Orgelmusik an der Schnitger/West-Orgel (1682/2017) in Oederquart. Die drei Nachwuchskünstler haben an zahlreichen Jugend-Orgelforen der Orgelakademie Stade teilgenommen. Das Coaching zu diesem Konzert und die musikalische Leitung übernimmt Martin Böcker.

Tim Hofmann

Schüler

Tim Hofmann erhält seit 2014 Orgelunterricht bei der Kreiskantorin Sybille Groß an der Furthwängler-Orgel in Buxtehude und nimmt seit 2015 jährlich am „Stader Jugend-Orgelforum“ teil. Seitdem er die D-Prüfung für Organisten absolviert hat, spielt er Gottesdienste in der Region Altes Land und befindet sich zur Zeit in der Ausbildung für die C-Prüfung. Des Weiteren nimmt er seit zehn Jahren Klavierunterricht und singt im Chor der St. Petri Gemeinde.

David Thomas

Schüler, Frühstudent

David Thomas nimmt seit 2014 Unterricht bei Ulfert Smidt, dem Organisten der Marktkirche Hannover. Er nimmt seit 2015 jährlich am Stader “Jugend-Orgel-Forum” teil und schloss kurz nach dem ersten Besuch seine D-Orgelprüfung ab. Seit 2017 nimmt er parallel zur Schule an einem Frühstudium für Musik in der Musikhochschule Hannover teil. Desweiteren spielt er seit seinem 5. Lebensjahr Klavier und ist mittlerweile fest angestellter Organist einer Kirchengemeinde.

Johanna Veit

Studentin (Kirchenmusik Bachelor)

Johanna erhielt ihren ersten Orgelunterricht an den historischen Orgeln in Stade bei Annegret Schönbeck und nahm als Jugendliche fast alljährlich am ‘Stader Jugend-Orgelforum‘ teil. Nach einem Jahr Bundesfreiwilligendienst bei der Orgelakademie Stade studiert sie seit Oktober 2015 in Hamburg Kirchenmusik (Orgel: Andreas Rondthaler, Wolfgang Zerer) und singt darüber hinaus leidenschaftlich gern in Ensembles wie dem Deutschen Jugendkammerchor oder der Audi-Jugendchorakademie.

Martin Böcker

Organist in Stade, Kreiskantor, Prof. an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Künstlerischer Leiter der Orgelakademie Stade

Martin Böcker studierte in Herford Kirchenmusik (A-Examen) und in Arnhem/NL historische Tasteninstrumente. Seit 1987 ist er Kantor in Stade und Organist an den beiden historischen Orgeln. Neben den Stader Aufgaben ist er seit 1995 Orgelsachverständiger in der Elberegion Niedersachsens und seit Gründung der Orgelakademie Stade 2002 deren künstlerischer Leiter. Als Professor lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation und Orgelbaukunde. Er gab Konzerte in vielen Ländern West- und Osteuropas, Japan und Korea und war als Kursleiter und Juror an vielen Orten tätig.