Bil­der:
Die Leben­di­ge Juke­box im Ein­satz beim Tag der Deut­schen Ein­heit 2014 in Hannover.
Fotos: Visi­on Kirchenmusik

„Visi­on Kir­chen­mu­sik“ belebt die Kir­chen­mei­le beim Tag der Nie­der­sach­sen mit einem sehr spe­zi­el­len Musikautomaten

Eine Juke­box, die lebt!

12. Jun 2015 | Pres­se­mit­tei­lung

Ver­an­stal­tung am 6.2.2015, 19 Uhr Uhr in der St.-Marien-Kirche, Hes­sisch Oldendorf
Eine von 22 unge­wöhn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in 72 Stun­den an 14 Orten in ganz Nie­der­sach­sen zum Auf­takt von VISI­ON KIRCHENMUSIK

Hil­des­heim. Jün­ge­re Men­schen ken­nen Juke­bo­xes allen­falls vom Hören­sa­gen. Des­halb hier ein kur­zer Exkurs in die Geschich­te. Die Juke­box war der ers­te Vor­läu­fer des mp3-Play­ers: ein Musik­au­to­mat, in den man eine Mün­ze ein­warf und dann eine Zah­len­kom­bi für ein bestimm­tes Musik­stück ein­gab – bis zu 120 Sin­gles befan­den sich in der Aus­wahl, über eine Mecha­nik wur­den sie auf den Plat­ten­tel­ler gelegt. Übri­gens sahen die Din­ger viel bes­ser aus als mp3-Play­er oder iPho­nes und waren auch deut­lich grö­ßer. Noch viel grö­ßer ist eine ganz spe­zi­el­le Juke­box, die am 27. Juni auf der Kir­chen­mei­le beim Tag der Nie­der­sach­sen in Hil­des­heim steht. Eine Juke­box, die lebt!

Dahin­ter steckt das Blä­se­rIn­nen-Ensem­ble Lapp­land, das Ulf Pan­ko­ke, damals evan­ge­li­scher Lan­des­po­sau­nen­wart in Lüne­burg, 2003 aus der Tau­fe geho­ben hat. Die zwölf Mit­glie­der such­te er aus unter­schied­li­chen Posau­nen­chö­ren zusam­men – „gute Leu­te, aber alles kei­ne Pro­fis“. Ziel von Lapp­land war und ist es, die Kir­chen­mu­sik von ihrem ange­staub­ten Image zu befrei­en. Beim Lan­des­kir­chen­mu­sik­fest 2012 in Hil­des­heim etwa konn­te man die Blä­se­rIn­nen erle­ben, wie sie in Baum­kro­nen, Fens­tern oder mit­ten im Brun­nen stan­den, um sich über ein elek­tro­ni­sches Boden­feld akti­vie­ren zu las­sen und Cho­rä­le zu spielen.

Der Rah­men der „Leben­di­gen Juke­box“ ist nun ein fünf Meter lan­ger Bau­wa­gen. „Wir haben eine Sei­ten­wand fast kom­plett raus­ge­flext und zwei gro­ße Fens­ter mit Roll­lä­den ein­ge­setzt“, erzählt Ulf Pan­ko­ke. Ein Elek­tronik­bast­ler – „so ein Dani­el Düsen­trieb“ (O‑Ton Pan­ko­ke) – hat ein Ter­mi­nal mit einer Tas­ta­tur gebaut, das etwa zehn Meter vom Bau­wa­gen ent­fernt steht. Wie bei einer Juke­box fin­det sich dort eine Lis­te von Musik­ti­teln, die über Zah­len­kom­bi­na­tio­nen aus­ge­wählt wer­den – nach­dem frau/​man einen Euro ein­ge­wor­fen hat.

„Dann gehen die Roll­lä­den hoch, und wir spie­len das gewünsch­te Lied“, erklärt Ulf Pan­ko­ke das Prin­zip. „Für uns im Bau­wa­gen ist es span­nend, weil wir natür­lich sehr schnell sein wol­len.“ Wie viel Zeit zwi­schen der Ein­ga­be am Ter­mi­nal und dem Lied­be­ginn ver­geht? „Das sind viel­leicht fünf bis zehn Sekun­den“, schätzt Pan­ko­ke. Nach einer bis zwei Minu­ten schlie­ßen sich die Jalou­sien wie­der. Manch­mal ertönt auch kei­ne Blä­ser­In­nen­mu­sik, son­dern das Ensem­ble singt oder spielt auf klei­nen Glöckchen.

Das Reper­toire ist bunt gemischt, ent­hält kirch­li­che wie welt­li­che Stü­cke: Baro­cke Cho­rä­le, Gos­pel oder Jazz sind genau­so dabei wie die Titel­me­lo­die der Gum­mi­bä­ren­ban­de – übri­gens das meist gewünsch­te Stück bis­her. Doch der Geschmack der Höre­rIn­nen ist sehr unter­schied­lich. Beim Tag der Deut­schen Ein­heit 2014 in Han­no­ver sei die Juke­box im Auf­trag des Musik­lands Nie­der­sach­sen im Ein­satz gewe­sen, berich­tet Ulf Pan­ko­ke, also in einem ganz und gar welt­li­chen Kon­text: „Ich war erstaunt, wie viel kirch­li­che Musik da gewünscht wurde.“

Die Kir­chen­mei­le beim Tag der Nie­der­sach­sen ist auf der Nord­sei­te des Andre­as­plat­zes zu fin­den. Das Ensem­ble Lapp­land ist im Diens­te von „Visi­on Kir­chen­mu­sik“ dabei – einem Pro­jekt, mit dem die Lan­des­kir­che einer ver­meint­lich alten Musik­form fri­sche Impul­se ver­lei­hen möch­te. Ulf Pan­ko­ke lei­tet das Pro­jekt gemein­sam mit Sil­ke Lin­den­schmidt. Die Juke­box wird von 10 bis 20 Uhr in Betrieb sein. Viel­leicht wird ja der Rekord geknackt, der bis­her bei 116 Stü­cken am Tag liegt.

Text: Ralf Nei­te / Kul­tur und Kommunikation

Pres­se­kon­takt

Ben­ja­min Simon-Hin­kel­mann / Öffent­lich­keits­ar­beit VISI­ON KIRCHENMUSIK
Pres­se­stel­le der Ev.-luth. Lan­des­kir­che Hannovers
Rote Rei­he 6 / 30169 Hannover

Tele­fon: 0511 / 1241–454
Fax: 0511 / 1241–820
Mobil: 0172 / 2398461
presse@visionkirchenmusik.de

Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.