KLOS­TER­KÜNS­TE

KLOS­TER­KÜNS­TE

Schul- und Kon­zert­pro­jekt mit CAPEL­LA DE LA TORRE

Das Klos­ter Wien­hau­sen ist bekannt für sei­ne Kunst­schät­ze. Das ehe­ma­li­ge Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter und heu­ti­ge evan­ge­li­sche Frau­en­klos­ter wur­de im 13. Jahr­hun­dert gegrün­det. Groß­zü­gi­ge Schen­kun­gen ver­hal­fen dem Klos­ter damals schnell zu gro­ßem Reich­tum, der sich noch heu­te in der schö­nen Archi­tek­tur und der außer­ge­wöhn­lich rei­chen Innen­aus­stat­tung zeigt.

Die berühm­tes­ten Kunst­schät­ze des Klos­ters stam­men noch aus den Jahr­hun­der­ten vor den gro­ßen Ver­än­de­run­gen, die die Refor­ma­ti­on dem Klos­ter brach­te. Dazu zäh­len der im 14. Jahr­hun­dert fer­tig­ge­stell­te Non­nen­chor mit den beein­dru­cken­den Wand­ma­le­rei­en und die Samm­lung goti­scher Bild­tep­pi­che, die in gestick­ten Bild­fol­gen bekann­te Bibel­ge­schich­ten und welt­li­che Sagen zei­gen. Eben­so von gro­ßer Bedeu­tung ist das Wien­häu­ser Lie­der­buch, eine bis heu­te im Klos­ter auf­be­wahr­te Papier­hand­schrift aus dem 15. Jahr­hun­dert, die als ältes­te und umfang­reichs­te Samm­lung mit­tel­al­ter­li­cher Lie­der in nie­der­deut­scher Spra­che gilt.

Im Pro­jekt KLOS­TER­KÜNS­TE tre­ten die Kunst­schät­ze des Klos­ters Wien­hau­sen in einen künst­le­ri­schen Dia­log, der eine neue Auf­merk­sam­keit für die tra­di­tio­nel­len und his­to­ri­schen For­men klös­ter­li­cher Kul­tur schafft.

Unter­richts­rei­he für Chorklassen

Die Unter­richts­rei­he „Wie klang das Mit­tel­al­ter?“ beschäf­tig­te sich mit dem musi­ka­li­schen All­tag im Klos­ter, wo das Sin­gen und das Sam­meln von Lie­dern eine gro­ße Rol­le spiel­ten. Dabei lern­ten die Kin­der der Chor­klas­sen Rib­bes­büt­tel das Wien­häu­ser Lie­der­buch ken­nen und prob­ten gemein­sam geist­li­che Lie­der in mit­tel­nie­der­deut­scher Spra­che. Ein Schul-Work­shop mit dem Spe­zia­lis­ten-Ensem­ble für Alte Musik CAPEL­LA DE LA TOR­RE schloss die Pro­ben­pha­se ab. Wie klang Musik um 1500? Wie kamen Musi­ker an ihre Noten, ohne Kopie­rer zu ken­nen? Wie wer­den Schal­mei und Pom­mer gespielt? Gemein­sam mit den Pro­fi­mu­si­ke­rin­nen und ‑musi­kern tauch­ten die Kin­der in ver­gan­ge­ne Zei­ten ab, lern­ten die his­to­ri­schen Instru­men­te und ihre beson­de­re Spiel­tech­ni­ken ken­nen und musi­zier­ten gemein­sam die Wien­häu­ser Lie­der..

Musi­ka­li­sche Lei­tung: Imke Wieck­horst, Sil­via Becker
Work­shop-Lei­tung: Katha­ri­na Bäuml / Mode­ra­ti­on: Sil­ke Lindenschmidt

Klin­gen­de Klos­ter­füh­run­gen für Familien

Zum Schul­pro­jekt gehört auch ein Besuch im Klos­ter Wien­hau­sen. Gemein­sam mit ihren Fami­li­en ler­nen die Kin­der die Orte ken­nen, an denen die Lie­der behei­ma­tet sind. Die klin­gen­den Klos­ter­füh­run­gen geben Ein­bli­cke in das klös­ter­li­che Leben des 13.–15. Jahr­hun­derts und machen die Geschich­te hin­ter den Kunst­schät­zen leben­dig. Sie neh­men Kin­der und Erwach­se­ne mit auf eine klei­ne spi­ri­tu­el­le Rei­se und las­sen die Wien­häu­ser Lie­der an ihren his­to­ri­schen Ursprungs­or­ten erklin­gen. Die Rund­gän­ge mün­den in einen musi­ka­li­schen Abschluss, bei dem die Chor­klas­sen gemein­sam mit CAPEL­LA DE LA TOR­RE musi­zie­ren und den Eltern und Groß­el­tern die musi­ka­li­schen Schät­ze der Ren­nais­sance in der beein­dru­cken­den Archi­tek­tur des goti­schen Non­nen­chors vorstellen.

Kon­zep­ti­on: Susan­ne Paet­zold / Füh­run­gen: Susan­ne Paet­zold, Sil­ke Lin­den­schmidt, Imke Wieck­horst, Sil­via Becker und CAPEL­LA DE LA TORRE

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Kon­zert im Non­nen­chor zum Elisabeth-Teppich

Das Kon­zert im Non­nen­chor stellt seit Jahrz­en­ten einen her­aus­ra­gen­den Höhe­punkt des Besu­cher­pro­gramms im Klos­ter Wien­hau­sen dar. Nur ein­mal im Jahr wird die­ser beson­de­re Ort zum Klin­gen gebracht. Unter dem Titel VON WER­KEN UND WUN­DERN tra­ten in die­sem Jahr zum Abschluss der Tep­pich­wo­che Stick­kunst und Musik der Renais­sance in einen beson­de­ren Dia­log. Zu Gast war das Spe­zia­lis­ten-Ensem­ble für Alte Musik CAPEL­LA DE LA TOR­RE, das den berühm­ten Eli­sa­beth-Tep­pich und die bewe­gen­de Lebens­ge­schich­te der Hei­li­gen Eli­sa­beth von Thü­rin­gen in den Mit­tel­punkt des dies­jäh­ri­gen Kon­zerts im Non­nen­chor stell­te. Es erklan­gen Wer­ke von Thoi­not Arbeau, Jos­quin Des­p­rez, Clau­de Ger­vai­se, Hans Leo Hass­ler, Nic­co­lo Piff­a­ro u. a. Als Vor­be­rei­tung auf den beson­de­ren musi­ka­li­schen Abend stell­te die Stick­werk­statt des Klos­ters Wien­hau­sen vor dem Kon­zert Moti­ve aus dem Eli­sa­beth-Tep­pich im Som­mer­re­fek­to­ri­um vor.

Mar­ga­ret Hun­ter, Sopran / Hil­de­gard Wip­per­mann, Alt­pom­mer und Flö­te / Tural Ismayi­l­ov, Posau­ne / Annet­te Hils, Bass­dul­zi­an / Ulrich Wede­mei­er, Lau­te / Mar­ti­na Fied­ler, Orgel / Mike Turn­bull, Per­cus­sion / Katha­ri­na Bäuml, Schal­mei und Leitung

www.capella-de-la-torre.de

Mode­ra­ti­on: Sil­ke Lin­den­schmidt und Ulf Pan­ko­ke, VISI­ON KIRCHENMUSIK

Nähe­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf der Kon­zert-Post­kar­te und dem Kon­zert-Pla­kat.

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Pro­gramm­heft zum Kon­zert im Nonnenchor:

KLOS­TER­KÜNS­TE ist eine Koope­ra­ti­on zwi­schen VISI­ON KIR­CHEN­MU­SIK, CAPEL­LA DE LA TOR­RE, dem Klos­ter Wien­hau­sen und dem Arbeits­be­reich „Kin­der­got­tes­dienst“ im Michae­lis­klos­ter Hil­des­heim. Das Pro­jekt wird geför­dert von der Klos­ter­kam­mer Hannover.

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